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69. Sitzung

16.10.2024

Debatte

Hintergrund

Die Marschbahn verbindet Schleswig-Holstein mit Nordfriesland und ist eine essenzielle Verkehrsverbindung sowohl für den Personen- als auch Güterverkehr. Das Projekt zum Ausbau wurde initiiert, um die bestehenden infrastrukturellen Probleme zu beheben, darunter häufige Verspätungen und technische Störungen. Der Ausbau wird von überregionaler Bedeutung eingeschätzt, da er auch die internationale Anbindung nach Dänemark erleichtert. Kritiker bemängeln allerdings die Kostenstruktur sowie die unzureichende Einbindung der betroffenen Gemeinden.

Pro

  • Die Marschbahn ist eine zentrale Verkehrsader in Schleswig-Holstein und für den Regionalverkehr sowie den Güterverkehr von entscheidender Bedeutung. (S. 5178)
  • Der Ausbau wird die Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit der Bahnverbindungen deutlich verbessern, was den Pendlerverkehr erleichtert. (S. 5178)
  • Die Maßnahme wird auch positive Auswirkungen auf den Klimaschutz haben, da der Ausbau den Bahnverkehr attraktiver macht und CO2-intensive Verkehrsträger reduziert. (S. 5178)

Kontra

  • Die Finanzierung des Projekts ist unzureichend geplant, und die Kosten könnten den Haushalt erheblich belasten. (S. 5180)
  • Es gibt keine ausreichenden Maßnahmen, um die Anwohner während der Bauphase vor Lärm und Verkehrsbehinderungen zu schützen. (S. 5181)

Hintergrund

Die Drucksache 20/2500 betrifft den Haushaltsentwurf für das Jahr 2025. Der Entwurf soll die finanzielle Stabilität des Landes trotz zahlreicher Herausforderungen sichern, darunter die wirtschaftlichen Auswirkungen des Ukraine-Krieges, steigende Lebenshaltungskosten und notwendige Investitionen in den Klimaschutz. Kritiker bemängeln, dass Einsparungen in sensiblen Bereichen wie Bildung und Sozialem die soziale Ungleichheit verschärfen könnten. Unterstützer hingegen betonen die Notwendigkeit von Konsolidierungsmaßnahmen, um langfristig handlungsfähig zu bleiben.

Pro

  • Der Haushaltsplan 2025 setzt klare Prioritäten und stellt die Handlungsfähigkeit des Landes sicher. (S. 5178)
  • Die geplanten Investitionen in Bildung und Klimaschutz zeigen die Zukunftsorientierung des Haushalts. (S. 5180)
  • Der Haushalt reagiert auf die aktuellen Krisen, darunter die Folgen des Ukraine-Krieges und steigende Kosten. (S. 5179)

Kontra

  • Die Einsparungen im sozialen Bereich sind unverantwortlich und belasten die Schwächsten der Gesellschaft. (S. 5181)
  • Die geplanten Kürzungen im Bildungsbereich gefährden die Qualität der Bildung und die Chancengleichheit. (S. 5182)

Hintergrund

Das Haushaltsbegleitgesetz 2025 ergänzt den Haushaltsplan und dient als gesetzliche Grundlage für dessen Umsetzung. Es regelt spezifische Maßnahmen zur Ausgabensteuerung und Einnahmenerhöhung, die auf die wirtschaftlichen Herausforderungen des Landes, einschließlich der Auswirkungen des Ukraine-Kriegs, steigender Kosten und nötiger Investitionen, reagieren sollen. Befürworter sehen das Gesetz als essenziell für die finanzielle Stabilität und Handlungsfähigkeit des Landes. Kritiker bemängeln jedoch fehlende soziale Abfederung und mangelnde Transparenz in der Ausgabenüberwachung.

Pro

  • Das Haushaltsbegleitgesetz ist notwendig, um die gesetzliche Grundlage für die im Haushaltsplan vorgesehenen Maßnahmen zu schaffen. (S. 5182)
  • Es ermöglicht gezielte Konsolidierungsmaßnahmen, um die finanzielle Stabilität des Landes zu gewährleisten. (S. 5183)
  • Die Steuerung von Ausgaben und Einnahmen durch das Gesetz ist unerlässlich, um auf die wirtschaftlichen Herausforderungen angemessen reagieren zu können. (S. 5184)

Kontra

  • Das Gesetz enthält unzureichende Maßnahmen zur sozialen Abfederung der Sparmaßnahmen. (S. 5185)
  • Es fehlen klare Vorgaben zur Kontrolle der Haushaltsausgaben, was zu weiteren Defiziten führen könnte. (S. 5186)

Hintergrund

Die Drucksache 20/2575 befasst sich mit der Kontroverse um den Versorgungssicherungsfonds des Landes Schleswig-Holstein. Ursprünglich eingerichtet, um langfristige Versorgungslasten zu decken, sieht die Regierung vor, Rücklagen des Fonds für aktuelle Haushaltsdefizite zu nutzen. Befürworter der Drucksache argumentieren, dass dies das Vertrauen in den Fonds untergräbt und langfristige Ziele gefährdet. Kritiker halten die Nutzung für eine notwendige Maßnahme, um die finanzielle Handlungsfähigkeit des Landes kurzfristig zu sichern. Die Diskussion unterstreicht die Spannungen zwischen kurzfristiger Haushaltsführung und langfristiger Finanzplanung.

Pro

  • Der Versorgungssicherungsfonds wurde geschaffen, um langfristig die Versorgungsausgaben zu sichern. Eingriffe gefährden diese Sicherheit. (S. 5182)
  • Die Nutzung der Rücklagen für andere Zwecke widerspricht der ursprünglichen Zielsetzung und untergräbt das Vertrauen in den Fonds. (S. 5183)
  • Das Finanzierungsproblem des Haushalts sollte nicht durch Eingriffe in langfristige Sicherungssysteme gelöst werden. (S. 5184)

Kontra

  • Die Nutzung des Versorgungssicherungsfonds ist eine kurzfristige Maßnahme, die notwendig ist, um aktuelle Haushaltsdefizite zu bewältigen. (S. 5185)
  • Die Alternative wäre eine drastische Kürzung bei öffentlichen Investitionen, was langfristig die Wirtschaft schädigen würde. (S. 5186)

Hintergrund

Die Drucksache 20/2309 enthält Änderungen der Landesverfassung Schleswig-Holsteins, um diese an moderne Anforderungen anzupassen. Die Änderungen umfassen u. a. eine Verbesserung der Bürgerbeteiligung, die Stärkung demokratischer Kontrollmechanismen und die Anpassung an EU-Vorgaben. Befürworter heben die Fortschrittlichkeit und Notwendigkeit der Anpassungen hervor, während Kritiker Bedenken hinsichtlich der praktischen Umsetzung und potenzieller negativer Auswirkungen auf bestehende Strukturen äußern.

Pro

  • Die Verfassungsänderung stärkt die demokratischen Prozesse und passt die Landesverfassung an aktuelle politische und gesellschaftliche Entwicklungen an. (S. 5209)
  • Die Änderungen verbessern die Beteiligung der Bürger an politischen Entscheidungen und sorgen für mehr Transparenz. (S. 5210)
  • Die Anpassungen sind notwendig, um den veränderten rechtlichen Rahmenbedingungen auf Bundes- und EU-Ebene Rechnung zu tragen. (S. 5210)

Kontra

  • Die vorgeschlagenen Änderungen sind nicht ausreichend durchdacht und könnten in der praktischen Anwendung zu Problemen führen. (S. 5211)
  • Einige der Änderungen greifen zu stark in bestehende Strukturen ein und gefährden die Stabilität der Landesverwaltung. (S. 5212)

Hintergrund

Die Drucksache 20/2561 ist die Beschlussempfehlung des Innen- und Rechtsausschusses, die den Gesetzesentwurf zur Änderung der Verfassung des Landes Schleswig-Holstein begleitet. Ziel ist es, eine praxistaugliche und rechtlich solide Grundlage zu schaffen. Die Diskussionen im Landtag zeigen sowohl Zustimmung für die Klarstellungen und Verbesserungen als auch Kritikpunkte, insbesondere von kleineren Kommunen, die eine bessere Unterstützung fordern.

Pro

  • Der Bericht schafft die Grundlage für die Weiterentwicklung des vorgeschlagenen Gesetzes und berücksichtigt die Stellungnahmen aller relevanten Interessengruppen. (S. 5209)
  • Die Empfehlungen des Ausschusses verbessern die Umsetzbarkeit des Gesetzes und sorgen für Klarheit in der praktischen Anwendung. (S. 5210)

Kontra

  • Der Bericht adressiert nicht ausreichend die Bedenken der kleineren Kommunen, die die Umsetzbarkeit des Gesetzes als schwierig empfinden. (S. 5211)
  • Es fehlen klare finanzielle Zusagen, um die vorgeschlagenen Maßnahmen effektiv umzusetzen. (S. 5212)

Hintergrund

Die Drucksache 20/2528 schlägt umfassende Änderungen des Finanzausgleichsgesetzes und der Gemeindeordnung vor, um eine gerechtere Mittelverteilung und bessere Unterstützung der Kommunen zu gewährleisten. Kritiker bemängeln die unzureichende Finanzierung und verzögerte Reformen, während Befürworter die Planungssicherheit und Flexibilität für Kommunen betonen.

Pro

  • Die Änderungen gewährleisten eine faire Verteilung der Finanzmittel zwischen den Kommunen und stärken deren Handlungsfähigkeit. (S. 5211)
  • Die Anpassungen berücksichtigen aktuelle Herausforderungen wie die Wärme- und Energieversorgung und schaffen Planungssicherheit. (S. 5212)

Kontra

  • Die vorgesehene Regelüberprüfung verzögert wichtige Reformen, die dringend benötigt werden, um den steigenden Anforderungen gerecht zu werden. (S. 5213)
  • Es fehlen konkrete Zusagen für die Finanzierung der Maßnahmen, was die Belastung kleinerer Kommunen erhöht. (S. 5214)

Hintergrund

Der Änderungsantrag zur Drucksache 20/2599 adressiert die Herausforderungen kleinerer Kommunen im Kontext neuer Verwaltungsanforderungen. Ziel ist es, hybride Sitzungsformate einzuführen und die Flexibilität auf lokaler Ebene zu erhöhen. Befürworter betonen die Vorteile für die Bürgerbeteiligung und die praktische Umsetzbarkeit. Kritiker äußern Bedenken hinsichtlich fehlender Finanzierungsregelungen und potenzieller administrativer Mehrbelastungen.

Pro

  • Die Anpassungen schaffen mehr Flexibilität für kleinere Kommunen bei der Umsetzung von Verwaltungsvorschriften. (S. 5214)
  • Hybride Sitzungsformate erleichtern den Zugang und fördern eine breitere Beteiligung in der Kommunalpolitik. (S. 5216)

Kontra

  • Es fehlen klare Regelungen zur Finanzierung der zusätzlichen Anforderungen, was kleinere Kommunen übermäßig belasten könnte. (S. 5213)
  • Die Änderungen könnten in der Praxis zu erhöhtem Verwaltungsaufwand führen, ohne den gewünschten Nutzen zu bringen. (S. 5212)

Hintergrund

Die Drucksache 20/2574 fokussiert sich auf die Modernisierung des Kommunalrechts in Schleswig-Holstein. Ziel ist es, hybride Sitzungsformate einzuführen, die eine bessere Teilhabe und flexiblere politische Entscheidungsfindung ermöglichen. Kritiker verweisen auf finanzielle und organisatorische Herausforderungen, insbesondere in kleinen Kommunen.

Pro

  • Die Änderung unterstützt die Modernisierung des Kommunalrechts durch hybride Sitzungsformate und fördert so eine breitere Teilhabe. (S. 5224)
  • Die Gesetzesänderung reduziert bürokratische Hürden und gibt Kommunen mehr Flexibilität in der Umsetzung. (S. 5218)

Kontra

  • Es gibt keine ausreichende Regelung zur Finanzierung der zusätzlichen technischen Anforderungen für hybride Sitzungen. (S. 5220)
  • Die Einführung hybrider Formate könnte in kleineren Gemeinden zu organisatorischen Problemen führen. (S. 5221)

Hintergrund

Die Drucksache 20/2581 widmet sich den Errungenschaften und verbleibenden Herausforderungen 15 Jahre nach Einführung der UN-Behindertenrechtskonvention. Diskutiert wurden Fortschritte bei der Inklusion und Barrierefreiheit sowie die Bedeutung weiterer Maßnahmen für eine gerechte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen.

Pro

  • Die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention hat wichtige Fortschritte gebracht, insbesondere in den Bereichen Bildung und Barrierefreiheit. (S. 5226)
  • Das Thema Inklusion bleibt ein gemeinsames Ziel aller Fraktionen, und weitere Maßnahmen sind erforderlich, um vollständige Barrierefreiheit zu gewährleisten. (S. 5227)

Kontra

  • Die bisherige Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention ist in einigen Bereichen zu langsam, und es fehlt an konkreten Plänen für Finanzierung und Priorisierung. (S. 5230)
  • Es besteht die Gefahr, dass symbolische Maßnahmen über konkrete Fortschritte gestellt werden, was die Effektivität der Bemühungen beeinträchtigen könnte. (S. 5229)

Hintergrund

Die Drucksache 20/2608 ist ein Alternativantrag zur UN-Behindertenrechtskonvention in Schleswig-Holstein. Sie hebt die bisherigen Fortschritte hervor und setzt sich für eine Fortführung der bisherigen Maßnahmen mit einem stärkeren Fokus auf Nachhaltigkeit und Betroffenenbeteiligung ein. Kritisiert wurde das Fehlen einer klaren Finanzierungsstrategie, sowie verbleibende Defizite bei der Barrierefreiheit.

Pro

  • Die Fortschritte in der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in Schleswig-Holstein sind beachtlich, besonders im Bereich Bildung und Arbeitsmarktintegration. (S. 5228)
  • Die aktuelle Strategie legt den Fokus auf nachhaltige Maßnahmen und auf die enge Zusammenarbeit mit Betroffenenverbänden. (S. 5230)

Kontra

  • Trotz aller Fortschritte sind wesentliche Ziele der Konvention, insbesondere in der Barrierefreiheit, noch nicht erreicht. (S. 5232)
  • Es fehlt eine klare finanzielle Strategie, um weitere Fortschritte sicherzustellen. (S. 5231)

Abstimmungen

Drucksache 2605

Schleswig-Holstein steht zum Marschbahnausbau

angenommen

Drucksache 2605

CDU/CSU

GRÜNE

SPD

FDP

SSW